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23. Juni, Kassel, Bergpark Wilhelmshoehe
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
24. Juni, Hamburg, Derby Park
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
27. Juni, Köln, Arena
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
28. Juni, Coburg, Schlossplatz
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
30. Juni, Leipzig, Voelkerschlachtdenkmal
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
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01. Juli, Stuttgart, Neues Schloss
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
04. Juli, Mannheim, Schloss
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
05. Juli, Koblenz, Schlossplatz
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
07. Juli, Künzelsau, Schlosspark
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
08. Juli, München, Koenigsplatz
Liste der gespielten Songs, Konzertberichte |
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| Weitere Termine: |
19. November, Hannover, Preussag Arena 20.00 Uhr | Setlist | Konzertberichte |
21. November, Frankfurt, Festhalle 20.00 Uhr | Setlist | Konzertberichte |
22. November, Dortmund, Westfalenhalle 20.00 Uhr | Setlist | Konzertberichte |
24. November, Zürich (CH), Hallenstadion 20.00 Uhr | Setlist | Konzertberichte |
25. November, Wien (A), Stadthalle 19.30 Uhr | Setlist | Konzertberichte |
Setlist
Hier die Liste aller 27 Songs die Elton John auf seiner Medusa Tour 2000 in Deutschland gespielt hat, den Text der Lieder können Sie durch einen Klick auf den jeweiligen Namen abrufen:
Your Song
The Greatest Discovery
Someone Saved My Life Tonight
Border Song
Daniel
Harmony
Honky Cat
Rocket Man
Tiny Dancer
Philadelphia Freedom
Nikita
Sacrifice
Sorry Seems To Be The Hardest Word
I Guess That's Why They Call It The Blues
Ticking (nicht gepielt in Künzelsau)
Carla/Etude
Tonight
Burn Down The Mission
The One
Blue Eyes
Empty Garden (nicht gespielt in Koblenz und Künzelsau)
Take Me To The Pilot
Crocodile Rock
Don't Let The Sun Go Down On Me
Circle Of Life
Bennie And The Jets
Candle In The Wind
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Das Konzert in Stuttgart
Bericht von www.elton.de vom 01.07.2000:
Der Rocketman als Solist
Von Thomas Pettinger
Ein bißchen hat er wohl dazugelernt: als Elton John in Stuttgart auf die Bühne trat, war das schlichte Outfit vom Anfang seiner Tour in Deutschland verschwunden. Popgenie und Paradiesvogel, diese Bezeichnungen passen einfach nicht zu einem Mann, wenn er mit schwarzem Jackett und Konzertflügel auf der Bühne steht. Also stand er diesmal im schreiend grünen Hawaii-Jackett, mit dem er direkt dem Dschungel seines neusten Videos "Someday out of the Blue" (mehr in den News) entsprungen sein könnte, auf der Bühne.
Seine derzeitige Tour für jung und alt würdigt die großen Erfolge von Elton John aus den siebziger und achziger Jahren. Nur einmal, in der Zugabe, spielt er ein jüngeres Stück aus dem The Lion King Soundtrack. Doch das Popgenie mit wilden Bühneneskapaden ist zum Altmeister geworden. Stereotyp wiederhohlt Elton John während den Pausen die selben zwei, drei Gesten. Brav nimmt er dabei auch Blumensträuße entgegen oder gibt einige Autogramme. Nur einmal kommt Stimmung auf wie früher: Elton John liegt auf dem Bauch am Bühnenrand und dankt einem Rollstuhlafaher, der ihm eine Rose auf die Bühne reicht.
Die Zeit der spektakulären Shows ist vorbei. Aber dafür bleibt mehr Zeit für die Musik. Wenn das Klavier nicht bis an die Grenzen des Ertragbaren synthetisiert wird, dann ist dort nur Elton Johns Stimme und die ist großartig wie eh und je. Sie ist es, die diesen Abend trägt und die Fans von den Stühlen reißt. Besonders natürlich, wenn Elton richtig loslegt, wie bei "Honkey Cat", "Ticking", "Border Song", "Crockodile Rock" oder "Bennie an the Jets" kurz vor Schluss. Großartige Klaviersoli standen dann auf dem Programm. Das ist es, was dei Fans erwartet haben und das ist es natürlich, was diese Tour sehenswert macht.
hit4hit
Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 03.07.2000:
Sir Elton und die Geigen
Von Kai Holoch
Elton John liebt das Pathos. Und manchmal gelingt es ihm dabei, die Zuhörer gleichermaßen zu erschüttern wie zu faszinieren. Bei der Trauerfeier für Lady Diana etwa. Oder damals, als er einen Tag, nachdem Freddie Mercury an Aids gestorben war, in der Münchner Olympiahalle das musikalische Vermächtnis des Queen-Sängers interpretierte: "The Show Must Go On''. Wer damals diese todtraurige Hymne gehört hat, wird sie nie mehr vergessen.
Elton John ist ein großer Künstler. Und die Ankündigung einer Solotournee löst hohe Erwartungen aus. Ihn, diesen tollen Pianisten, unverkennbaren Sänger und auf seine Weise einzigartigen Songschreiber allein auf der Bühne zu erleben, das könnte doch ein großes Erlebnis sein. Zumal der am Samstagabend mit zehntausend sommerlich gestimmten Menschen gefüllte Innenhof des Neuen Schlosses den geradezu idealen Rahmen für den Auftritt des dreiundfünfzigjährigen Popmusikers abgibt.
Nur mit wenigen Minuten Verspätung kommt der inzwischen geadelte Sir John auf die Bühne. Das ziemlich verwegene, grelle, blau-grüne Hawaii-Jackett um den immer noch fülligen, verglichen mit dem letzten Schleyerhallen-Gastspiel aber deutlich geschrumpften Bauch sticht ins Auge. Es wird an diesem Abend aber erfreulicherweise das einzige optische Zugeständnis bleiben. Keine peinlichen Räkeleien auf oder unter dem Flügel, Elton John macht das, was er richtig gut kann: Musik.
Ebenfalls positiv: Der dieses Mal überaus gut gelaunte und publikumsnahe Elton John - immer wieder gibt er sogar während des Konzerts Autogramme - hat bei der Auswahl des mehr als zweieinhalbstündigen Programms dem durchaus nahe liegenden Versuch widerstanden, fast ausschließlich seine Hits zu spielen. Vielmehr hat er in seinem Archiv gewühlt und dabei neben ein, zwei Songs, die wohl zu Recht in Vergessenheit geraten sind, auch einige Popperlen entstaubt, die das Wiederhören lohnen. "Ticking'' etwa, das 1973 gegen die schon damals um sich greifende Waffengläubigkeit der Amerikaner entstand, und das nicht nur immer noch aktuell ist, sondern in dem er das Thema auch musikalisch faszinierend umgesetzt hat. Da erlebt man einen engagierten Elton John, den wütenden Shouter, so wie man ihn von früher kennt.
Nur leider hat dieses Konzert auch einen ganz großen Fehler. Elton John straft seine einleitenden Worte, "Tonight it's just me and my nine feet big piano'' - frei übersetzt: heute gibt's nur mich und meinen großen Flügel - gleich zu Beginn Lügen. Denn schon beim Eröffnungslied "Your Song'' sind sie - zwar im Hintergrund noch - schon zu hören: Streicherklänge, die aus der Konserve beigemischt werden.
Doch bei so dezenter Beigabe bleibt es nicht. Bei jeder folgenden Ballade - und es folgen noch viele Balladen - und selbst bei einigen Krachern will Elton John nicht auf das immer mehr in den Vordergrund drängende, aber vollkommen überflüssige Beiwerk verzichten. Zuckersüße Streicherklänge verkleben da die Gehörgänge, gelegentlich wabern auch schwere Keyboardteppiche durch den Schlosshof.
Dabei ist alles nur auf platte Wirkung hin gestrickt. Die Arrangements sind denkbar simpel. Es geht immer nur darum, die Lieder von unten aufzufüttern, ihnen orchestrale Größe zu verleihen, so als hätte Elton John Angst, er könne als Solist die Spannung nicht über den doch relativ langen Zeitraum halten. So als müsste er so großartigen Songs wie "Rocket Man'' oder "The One'' noch ein wenig auf die Sprünge helfen.
Welch ein Irrtum! Denn der beigefügte Zuckerguss bewirkt genau das Gegenteil, er schafft Distanz, da, wo man sich gerade an diesem Soloabend Nähe und Intimität gewünscht hat.
So sind es die leider an einer Hand abzuzählenden Lieder, bei denen Sir Elton auf schmückendes Beiwerk verzichtet und die das Publikum dann zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Zum Schluss - Elton John hat sich schon rückflugfertig gemacht und sitzt wie stets am Ende eines Konzerts im Jogginganzug am Klavier - schließlich "Candle In The Wind'': Natürlich, diesen Song kann man nicht zerstören. Aber auch hier säuseln im Hintergrund wieder die Geigen. Schade.
Bericht aus den Stuttgarter Nachrichten vom 03.07.2000:
Pop-Pretiosen ohne störendes Beiwerk
Songs, die perfekt zur Kulisse passen: Elton John vor dem Neuen Schloss
Von Michael Riediger
Eigentlich wollen sogar mehr als 10 000 Zuschauer Elton John in Stuttgart hören, denn Zaungäste drängen sich an die Absperrungen, und der Schlossplatz wird zur Tribüne. Die ganze Innenstadt ist ein einziges Auditorium - welcher Künstler kann sich da über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen!
Denn Stuttgart hat sich rausgeputzt: Das Schloss wirkt in der Open-Air-Szenerie wie ein besonderes Schmuckstück, und mancher weibliche Gast im Vip-Block direkt vor der Bühne, wo ein einsamer Flügel auf den Künstler wartet, trägt Haute Couture zu Juwelen. Die Atmosphäre erinnert an Ascot. Oder wenigstens an München. Und auch das Kaiserwetter wird nur von wenigen Wolken getrübt, als wolle Petrus der Stadt nicht die Chance vertun, sich in puncto Pop-Events zu rehabilitieren.
Allein der Star gibt sich bescheiden. Viele hatten befürchtet, Elton John käme, passend zur Kulisse, im Kostüm des Sonnenkönigs, das er bei der Party zu seinem 50. Geburtstag trug. Immerhin läuft die Solo-Show unter dem Motto "The Medusa Tour''. Das lässt vermuten, dass er uns überwältigen, versteinern will. Aber dann trägt er doch nur ein giftgrünes Jackett im Hawaii-Stil - bis zur allerletzten Zugabe: Vor "Candle In The Wind'' hatte sich Elton John in der Garderobe bereits den Jogginganzug übergestreift.
Seine Songs freilich passen perfekt in die prächtige Kulisse: "Your Song'', "Daniel'', "Take Me To The Pilot'', "Crocodile Rock'' - fast drei Stunden lang Pop-Pracht vom Feinsten. So hatten wir uns das vorgestellt: "The Elton John Songbook'' ohne störendes Drumherum, nur der Mann am Klavier und seine famosen Pop-Pretiosen. Nicht viele könnten dies, vielleicht noch Randy Newman.
Unnötigerweise klingt der Flügel nicht wie ein Flügel, sondern mal wie ein Spinett, mal wie ein Synthesizer. Auch die Streicher vom Band, die dezent, aber durchgehend den Vortrag untermalen, tun der Songkunst wenig Gutes, sondern decken sie eher zu. Die künstlichen Hilfsmittel hätte Elton John eigentlich nicht nötig, denn er ist hervorragend bei Stimme, zudem in Spiellaune. Sobald er am Flügel Platz nimmt, fällt das professionelle Gehabe von ihm ab, die grotesk knappen, ironisch servilen Gesten, und Elton John nimmt die Rolle des Songkünstlers an, der mit seinem Konstrukt eins wird, in ihm aufgeht. Überdies gibt er auch einen guten Pianisten ab, der zwischendrin, wenn er den Balladen-Beschuss mal kurz unterbricht, so richtig den Rocker raushängen lässt. "I remember when the Rock was young'' - auch Elton John führte ja mal ein Rockerleben.
Seine Spezialität bleibt freilich weiterhin die Auseinandersetzung mit Pop-Phänomenen, wie sie das herrliche Konzeptalbum "Goodbye Yellow Big Road'' vermittelt, auf dem sich auch das ursprünglich für Marylin Monroe geschriebene "Candle In The Wind'' findet. In Stuttgart spielt Elton John auch "Empty Garden'', eine Hommage an John Lennon. Die Dynamik des Klavierspiels passt sich perfekt den Videobildern an, am Ende zerbricht auf der Leinwand Lennons Brille, und Elton John schlägt eine Dissonanz an - die einzige in diesem von Prunk, Pracht und Pop geprägten Konzert.
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Das Konzert in Mannheim
Leider ist noch kein Zeitungsbericht für unseren Konzertpressespiegel vorhanden. Aber man kann es auch ganz einfach ausdrücken, wie www.elton.de-Leser Thomas Hahn aus Mannheim. Er schreibt uns einfach: "Spitze!"
Und www.elton.de-Leser Dieter Meinel aus Pirmasens schreibt: "Elton begleitet seine Fans nun schon seit 30 Jahren. Unglaublich die Faszination seiner Songs, die Ausstrahlung dieses einmaligen Superstars, die Gefühle, die er bei seinen Fans auslöst. Für viele sind die Elton Songs ein Stück Lebensqualität, Erinnerung an schöne aber auch traurige Momente, Songs die man braucht wie die Luft zum Leben! Ohne ihn wäre die Welt um einiges ärmer - daher: "Your're still standing - Rocket Man!!" Hoffentlich noch viele Jahre!"
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Das Konzert in Koblenz
Soviel kam von oben, Gutes nur von vorne: www.elton.de-Leser Helmut Schäfer aus Strohn beschreibt das Konzert in Koblenz:
"Sauwetter - dauernd Regen.
Sogar unser Star wurde beim ersten Song richtig nass.
Spätestens nach "Daniel" war einem das Wetter so was von egal, weil man einen Elton John in Hochform erleben durfte, der einen die Unbillen der Natur vergessen liess.
Leider fiel die Zugabe recht kurz aus. Etwas mehr hätte das Publikum schon verdient (weils dauern tröpfelte bzw. goss).
Es war jedoch ein unvergessliches Erlebnis für mich und meine Frau.
Das Konzert war echt klasse, weil man die Klasse von Elton erleben durfte. Er ist nun mal - ein Weltstar."
Bericht der Rhein-Zeitung vom 06.07.2000:
Elton John: Songs, die schwerelos machen
Der Piano-Man in Koblenz
Von Bernd-Chr. Matern, Rhein-Zeitung
Er kam, sang, spielte und gewann schon mit den ersten Akkorden die Herzen der Zuschauer vor dem Koblenzer Schloss: Sir Elton John begeisterte mit mehr als zwei Dutzend seiner Hits aus den vergangenen 30 Jahren am Mittwochabend knapp 12 000 Menschen.
Seine "Medusa Tour" - von der Rhein-Zeitung in Rhein.Mosel-Stadt geholt - hatte Songs im Gepäck, die zielsicher die Seelen der Besucher bewegte und den Regen vergessen machten. Das Kurfürstliche Schloss im Hintergrund, 12 000 Menschen davor und in der Mitte Elton John mit seinem Instrument. Eine Stimme, ein schwarzer Flügel und einige Megawatt-Verstärker: mehr braucht es nicht, um die Menschen mitzunehmen auf eine unvergessliche musikalische Reise jenseits von Zeit und Raum.
Dunkle Wolken wollen das Abheben in die Welt melancholischer Gefühle und Stimmungen zunächst verzögern. Als der geadelte Sänger im gelben Anzug erstmals in die Tastatur greift, prasseln dicke Regentropfen vom Himmel herab, treffen den Megastar und sein Instrument. Er singt weiter, die Zuschauer schlüpfen in die hellblauen Regencapes und schmunzeln - der Engländer auch: am Flügel intoniert er "Raintrops are falling on my head". Die Atmopshäre lockert sich.
Dann treffen nur noch Elton Johns gefühlvolle Stimme und seine hinreißenden Songs: mitten ins Herz. Der Regen hat verspielt. 160 Minuten fesselt der 53-jährige nonstop mit gefühlvollen Balladen, rockigen Kraftausbrüchen und unsterblichen Harmonien. Insgesamt 26 Songs am Stück, die nachdenklich stimmen, zum Mitswingen provozieren, Kraft schenken oder einfach nur himmlisch Träumen lassen.
Die Songs des Sirs sind Seelentrost, Liebesbekenntnisse und machen glücklich in einem. Die rosarote Brille von einst, durch die die Welt vielleicht etwas schöner ausgesehen hat, ist in Koblenz der schlichten Tönung gewichen. Es ist der melancholische Elton John, der ihn in den vergangenen 30 Jahren zum unerreichbaren Popstar gemacht hat.
Mit seiner Stimme und immer wieder aufs Neue wohligen Melodien in Moll war er in all den Jahren stets zur Stelle, wenn uns Kummer unterschiedlichster Ursachen geplagt hat. Milliarden von Tränen mögen seine Songs getrocknet haben. "Don't let the sun go down on me", "I guess that's why they call it the blues", "Blue Eyes". Lieder, die vor dem Schloss manche Erinnerung wach gerufen haben werden. Nicht erst nach dem Tod von Lady Di tröstet sein 1973 geschriebenes "Candle in the wind" die Welt. Seine Musik versteht, trauert mit, begleitet im "Blues". Eines der schönsten Beispiele: "Sorry seems to be the hardest word" mit der bezeichnenden Zeile "It's a sad sad situation".
Noch überzeugender als aus dem CD-Player
Gleichzeitig tankt der Zuhörer neue Kräfte. Kraft, die der Künstler in seine unverwechselbare sonore Stimme legt und die live noch überzeugender 'rüber kommt als am CD-Player. Schön, wie er die Intensität einzelner Harmonien immer wieder mit Eindringlichkeit in Organ und Anschlag zu steigern versteht. Stimme und Klavierklang verschmelzen. Die Läufe über die Tastatur werden energischer. Aus kaltem Eis entfacht Elton John heißes Feuer. "The one" "Nikita", "The greates discovery", "Someone saved my life tonight" und "Sacrifice" klingt es befreiend in den von Wolken verhangenen Himmel über ganz Koblenz. Sein "Rocket man" lässt abheben, Musik, die schwerelos macht.
Mozart des 21. Jahrhunderts
Beispiele seines neuen Albums "The Road to Eldorado" zeigen: Er bleibt den Gefühlen seiner Fans treu. Der Umgang mit dem Flügel, verliebt in das Spiel mit Modulationen und begleitenden Läufen - ein Mozart des 21. Jahrhunderts würde es so wohl angehen. Seinen Stimmbändern gönnt Elton John nur ganz kurz während eines verträumten Tasten-Intermezzos eine Verschnaufpause.
Ohne Großbildleinwand wirkt der kleine Mann in Gelb fast unscheinbar auf der großen Bühne. Effekthascherei hat "Little Big John" - heute - nicht mehr nötig. Keine übertriebenen Gesten am Klavier, ein kurzer Gang um den Flügel, Verbeugungen zum Publikum und hin und wieder ein Schluck Wasser. Äußerlich ruhig, innerlich äußerst konzentriert, schenkt er den Menschen drei Stunden lang seine Musik.
Beim "Crocodile Rock" strömten die Fans nach vorne
Dann kehrt er die innere Anspannung nach Außen: Auch seine rockigen Nummern zünden, bringen das Publikum mitreißend in jazzigen Schwung. Da greift er fest in die tiefsten Tasten des Instruments, gibt von dort bestimmt den ansteckenden Rhythmus vor und fetzt synkopisch davon, dass es eine Freude ist. Passend zu "Honkytonk" entsteht sein Gesang ganz unten im Hals, schön zart "schmutzig". Der "Crocodile Rock" ist für die Fans das Zeichen, zur Bühne zu stürmen. Rock'n Roll vom Feinsten, der ins Blut geht.
Elton John tut einfach gut
So tut es jeder Ton, den der Engländer an diesem Abend ins Mikrofon singt und am Flügel anschlägt. Nach drei Stunden traumhaft schöner Musik, brillantem Gesang und ebensolchem Feuerwerk ist sicher: Sir Elton John ist ein Künstler, mit dem sich "The Circle of Life" auch im eben angebrochenen, neuen Jahrtausend genießen lässt und der manchen Regenschauer des Lebens in ein unvergessliches Erlebnis verwandelt.
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Das Konzert in Künzelsau
Bericht der Heilbronner Stimme vom 08.07.2000:
"It's a little bit funny" als Auftakt und als Motto
Im Künzelsauer Schlosspark erlebten am Freitagabend über 12 000 Besucher aus der ganzen Region den britischen Popstar Elton John bei einem vielbejubelten Open-Air-Konzert. Über 2000 der Besucher wurden kostenlos mit der Standseilbahn aus dem Teilort Taläcker in die Stadt befördert.
Von Daniela Stolla
Punkt 20.13 Uhr war es gestern soweit. Sir Elton John setzte sich auf der großen Bühne an seinen Flügel und begann im Künzelsauer Schlosspark vor zunächt rund 10 000 Zuschauern sein Konzert. Alles hat auf den Punkt geklappt, nur das Wetter machte anfangs nicht so richtig mit.
Doch der Nieselregen verebbte nach einer halben Stunde und ließ die ohnehin schon gute Laune der Besucher, deren Zahl von Minute zu Minute bis auf rund 12 000 anwuchs, auch unter den Regencapes noch weiter steigen.Obwohl es für Organisator Christian von Stetten noch mal eine Spur heftiger war, als das Chris de Burgh Konzert vor zwei Jahren. " Es ist größer", sagt er.
Und während sich bei Chris de Burgh etwa 8000 Besucher auf dem Konzertplatz tummelten, saßen nun die gut 12000 Elton John Fans auf ihren Stühlen, die unzählige Helfer an den Tagen zuvor aufgebaut hatten.Schon um 18.30 Uhr begannen sich die Ränge zu füllen. Mit den unterschiedlichsten Menschen. Familien mit Kindern waren ebenso dabei wie Promis aus der Region.
Elton John kommt schließlich nicht alle Tage nach Hohenlohe.Die Kreisstadt ist mit diesem Ereignis in illustrer Gesellschaft großer Städte wie Stuttgart, Hannover oder München. Der Unterschied: Kaum eine dieser Städte schafft es, beinahe genau so viele Besucher zu einem Konzert zu locken wie sie Einwohner hat.
Dafür bekamen die Konzertbesucher auch etwas Besonderes geboten - außerhalb des Konzerts. Wer auf den Taläckern geparkt hatte, kam in den Genuss, kostenlos mit der Stadtbahn zu fahren. Das können München oder Hannover nicht bieten.
Oliver Stitz, Betriebsleiter der Standseilbahn, zieht gegen 19 Uhr schon mal eine kleine Zwischenbilanz: Über 1000 Besucher sind zu dieser Zeit bereits mit dem Künzelsauer Bergfloh in die Stadt gefahren und noch immer strömen die Fahrgäste, die ihre Autos in den Taläckern abgestellt haben, zur Bergstation.
Es wird knapp, denn für etwa 1000 Personen braucht das Bähnle eine Stunde. Beim Gang durch die Stadt bekommen die Gäste gleich auch ein bisschen von der Künzelsauer Innenstadt zu sehen, wo zahlreiche Vesperstände wie Gartenwirtschaften in die Fahrbahn wachsen.
Nur Elton John hat von seinem Konzertstädtchen nicht viel gesehen. Der Star aus England ließ sich von Nürnberg per Hubschrauber nach Hohenlohe fliegen. Und kaum angekommen, setzte er sich auch schon an seinen Flügel, der ihn durch seine ganze Tour begleitet, frisch gestimmt von einem extra dafür engagierten Klavierstimmer, auf einer Bühne, die extra von Gianni Versace entworfen worden war. Mit dem Song "It's a little bit funny" eröffnete er den Abend und verzauberte sein Publikum.
Verstärkt durch 32 Lautsprecher klang seine weiche Stimme über den Schlossplatz und auf einer großen Leinwand konnten auch die Besucher in den letzten Reihen den Star bewundern.Der machte sich nach seinem Konzert dann gleich wieder auf den Weg: mit dem Hubschrauber Richtung München.
Zum nächsten Konzert am nächsten Tag. Während fleißige Hände die ganze Nacht dafür zu sorgen hatten, dass am heutigen Samstag auf dem Schlossplatz fast nichts mehr an das Konzert erinnert.
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Setlist des Münchner Konzerts
Hier die Liste aller 27 Songs die Elton John auf seiner Medusa Tour 2000 in München gespielt hat, den Text der Lieder können Sie durch einen Klick auf den jeweiligen Namen abrufen:
Your Song
The Greatest Discovery
Border Song
Daniel
Harmony
Honky Cat
Rocket Man
Philadelphia Freedom
Nikita
Sacrifice
Sorry Seems To Be The Hardest Word
I Guess That's Why They Call It The Blues
Carla/Etude
Song For Guy
The One
Blue Eyes
Take Me To The Pilot
Crocodile Rock
Don't Let The Sun Go Down On Me
Circle Of Life
Bennie And The Jets
Candle In The Wind
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Das Konzert in München
Leider ist noch kein Zeitungsbericht für unseren Konzertpressespiegel vorhanden.
Aber die Fans zeigen sich bereits enttäuscht über das kürzere Konzert: wie www.elton.de-Leser Patrick Berger aus München: "Ich bin doch ein bißchen entäuscht, wenn ich sehe, das Elton John's Setlist in anderen Städten viel länger war. Für uns Münchner hat er nur 22 Hits gespielt, die waren allerdings gigantisch!"
Oder www.elton.de-Leserin Anna Häuerlin aus München: "Ich will mehr von diesem Mann sehen, mehr von dieser Musik hören! Schade, dass er im November doch etwas weiter nördlich auftritt."
Auch Günther Egold schrieb uns am 1.9.2000 seine Meinung zum Münchner Konzert: "Elton sang sehr fleißig. Leider habe ich gehört, daß er in den anderen Städten 3 Stunden sang, in München dagegen nur 2 1/4tel Stunden. Nichtsdestotrotz ein sehr schönes Konzert (bereits mein 3. Elton Konzert). Vielleicht fahre ich im September noch nach Frankfurt." Das ist sicher nicht verkehrt, Elton John tritt allerdings erst im November dort auf (siehe oben)...
Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 10.07.2000:
Good Day Sunshine
Von Matthias Kuhn
Als Schauplatz für Open-Air-Spektakel erfreut sich der Königsplatz immer größerer Beliebtheit. Bald wird man dazu übergehen, die Absperrungen, die dazu dienen, zahlungsunlustige Zaungäste fern zu halten, während des Sommers gar nicht mehr abzubauen; möglicherweise findet sich dann auch ein verschrobener Architekt, der eine riesige, das antike Ambiente vollständig überspannende Glaskuppel nicht nur für städtebaulich vertretbar hält, sondern sogar Geldgeber für solch ein Projekt findet. Bis dahin allerdings sitzen bloß die Superstars überdacht. Und, um es gleich vorwegzunehmen, bei diesem Mega-Event vor zigtausenden Zuschauern hat Elton John, der Mann am Klavier, die Regenwolken des Tages einfach fort gespielt - bereits eine halbe Stunde nach Konzertbeginn schien schon wieder die Sonne.
Ein Zwei-Stunden-Programm bestreitet der Brite locker allein mit seinen Hits. Ein Ohrwurm jagt den nächsten. Rocket Man", Sorry Seems To Be The Hardest Word", I Guess That's Why They Call It The Blues". . . An Schnickschnack leistet sich John dabei wenig, doch auch das ist schon zu viel: Synthesizereinspielungen vom Band und einen Flügel, der auch elektronisch verzerrte Töne zu produzieren vermag. Derart aufgeblähte Sounds braucht's nicht, weder solo, noch erkältet - zumal letzteres, ohne dass es der Künstler erwähnt hätte, ohnehin kaum jemand bemerkte.
Die Show: routiniert und unspektakulär. Ein Song, aufstehen, den Applaus entgegennehmen, sympathisch lächelnd an den Bühnenrand treten, Geschenke empfangen, Schluck Wasser, und weiter. Elton John mag seine Lieder noch immer. Keines gerät ihm lustlos. Balladen im Wechsel mit rockigen Songs. Eindringlich: Don't Let The Sun Go Down On Me"; mitreißend: Crocodile Rock; unvermeidlich: Candle In The Wind" (als Zugabe). Davor lakonisch Blue Eyes" und zwei Instrumentals inklusive Song For Guy", welches, sind wir ehrlich, sich zwar bestens zur Hintergrundberieselung beim Aufbacken von Tiefkühlpizzen in Single-Haushalten eignet, jedoch musikalisch nur wenig hergibt.
Belässt es Elton John hingegen beim Singen seiner Hits, sinkt man einfach in den Sitz zurück und staunt nicht schlecht, wie viel schlicht Gefälliges ein einzelner Musiker zu spielen vermag. Wo auch immer.
Ein Bericht der Augsburger Allgemeinen vom10.7.2000:
Elton John begeistert seine 14 000 Fans beim Open Air
Der Superstar war in bester Blues- Stimmung
Von Michael Krause
Mit "It`s a little bit funny" begannen Konzert und Niesel, zu "Daniel" setzte richtig Regen ein, aber schon bei "Honky Cat" riss der Himmel auf: Elton John, unbeeindruckt von Halsschmerzen, Nässe und Kälte, lieferte am Samstag Abend seinen 14 000 Fans auf dem Münchner Königsplatz einen Hit nach dem anderen - und ein prächtiges Konzept.
Mit seinem zweistündigen, klassischen Best-Of-Programm tourt der britische Superstar durch Europa und suchte sich auch klassische Kulissen dafür: Wie das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig, den Burghof in Coburg oder eben jetzt, als vorerst letztes Open Air auf deutschem Boden, den monumentalen Münchner Königsplatz. Allein mit seinem Piano - ohne Band - thronte Elton John vor den klassizistischen Säulen über den Menschenmassen. Aber dank hervorragender Tontechnik und elektronischen Streichern, die immer wieder als Begleitung eingespielt wurden, klang das Konzert ganz und gar nicht "unplugged". Die Lautstärke blieb angenehm: zwar laut genug, aber noch lange vor der Schmerzgrenze, was aber eher den Beschwerden der Anwohner aus den vergangenen Jahren als Elton John zu verdanken ist.
Autogramme von der Bühne
Der Superstar, dem ab und an auch schon vorgeworfen wurde, ein Konzert lustlos heruntergespielt zu haben, war diesmal bestens aufgelegt: Feixte mit dem harten Kern der Fans in den ersten Reihen, gab Autogramme von der Bühne herab und war selbst in begeisterter Blues- Stimmung. Immer wieder improvisierte er und grinste dann frech zu seinen Fans, als wollte er sagen: "Hoppla, das hört sich aber gut an."
Zwar kommt der exzentrische Paradiesx04 vogel langsam in die Jahre, und das paillettenverzierte schwarze Sakko täuschte auch kaum darüber hinweg, wie pummelig Elton John geworden ist. Aber sein Gesang ist mit ihm gereift, und trotz leicht belegter Stimme bot er einen beeindruckenden Auftritt.
Ausschließlich seine Hits spielte Elton John: Songs wie "Nikita", "Sacrifice", "The One" und natürlich "Don`t let the sun go down on me" oder "Circle of Life" aus Disneys "Lion King". Eingepackt in Regencapes und leicht frierend, hielten sich die Zuschauer lange zurück, aber gegen Ende riss er sie mit "Crocodile Rock" doch noch von den Stühlen, und viele drängten sich auf dem ganz bestuhlten Platz in Richtung Bühne. Fantastisch sei das Publikum in Deutschland gewesen, verabschiedete sich der Brite, und auf seiner Homepage ist nachzulesen: Er wird im Herbst zurückkehren und weitere Konzerte geben.
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© www.elton.de 03.01.2001 |
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